© M. Gülpen


Tropische Pflanzen und Früchte

Übersicht

Zielgruppe: Kita, Primarstufe, Sekundarstufen I und II
Dauer: 1,5 oder 3 Stunden
Jahreszeit: ganzjährig möglich
Kursgebühren: 1,5-stündiger Kurs: 4,- € pro Teilnehmendem, mindestens 80,- € pro Gruppe/Klasse (bei weniger als 20 Teilnehmenden);
Nur Sekundarstufen I und II: 3-stündiger Kurs: 8,- € pro Teilnehmendem, mindestens 160,- € pro Gruppe/Klasse (bei weniger als 20 Teilnehmenden)

BNE-Gehalt: **

Inhalte

  • Geographie, Lebensraum, Ökologie
  • Klimafaktoren, Klimawandel
  • Biodiversität tropischer Pflanzen
  • Anpassungen an die Lebensräume
  • Tropische Früchte und Nutzpflanzen
  • Probleme, Gefährdung, Schutz und Lösungen



Die Tropen sind Lebensraum für eine außergewöhnlich große Pflanzenvielfalt. Vor allem die Regenwälder gelten als wahre Hotspots der Biodiversität: Hier zeigen Pflanzen unterschiedlichste Anpassungsstrategien an Lichtmangel, hohe Luftfeuchtigkeit und starke Konkurrenz – etwa in Form von Lianen, Epiphyten oder gewaltigen Urwaldriesen. Doch auch Standorte mit ausgeprägten Trockenperioden verlangen ihren Pflanzen besondere Überlebensstrategien ab, beispielsweise Wasserspeicherung oder reduzierte Blattoberflächen. In den Pflanzenschauhäusern des Grugaparks können Besuchende zahlreiche Beispiele für diese besonderen Anpassungen an den Lebensraum erleben.

Viele tropische Pflanzen sind zugleich bedeutende Nutzpflanzen – für indigene Bevölkerungsgruppen ebenso wie für uns.



Ihre Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Sie dienen als Grundnahrungsmittel wie Banane, Kokosnuss, Taro oder Maniok (SDG 2), als Gewürze wie Pfeffer, Kurkuma oder Ingwer, als Faserpflanzen für Textilien wie Baumwolle, Sisal oder Kokosfasern oder als Heilpflanzen – der Regenwald gilt nicht umsonst als „Medizinschrank der Menschheit“ (SDG 3). Auch Genussmittel wie Tee, Kaffee, Kakao oder Tabak stammen aus tropischen Regionen. Darüber hinaus spielen Edelhölzer sowie Naturstoffe wie Palmöl oder Kautschuk eine zentrale Rolle für die globale Wirtschaft und industrielle Produktion (SDG 8). Vor allem das Regenwaldhaus im Grugapark bietet die Möglichkeit eine Fülle von tropischen Nutzpflanzen zu entdecken.



Kita und Primarstufe

Für Kita-Gruppen und Klassen der Primarstufe steht bei dem Bildungsangebot besonders das sinnliche Erleben im Mittelpunkt. Die Kinder entdecken die Tropen mit allen Sinnen: Sie fühlen unterschiedliche Blattoberflächen – glatt, rau, dick oder wachsig –, riechen an Gewürzen wie Zimt, Kakao oder Ingwer, lauschen den Geräuschen im Tropenhaus und spüren die warme, feuchte Luft auf ihrer Haut. Spielerische Suchaufträge („Finde ein besonders großes Blatt“, „Entdecke eine Pflanze, die klettert“) fördern genaues Beobachten und Staunen. Durch einfache Vergleichsaufgaben – etwa zwischen einem Kaktus im Sukkulentenhaus und einer Regenwaldpflanze – erkennen die Kinder anschaulich, wie Pflanzen sich an verschiedene Lebensräume anpassen (SDG 15).



An einer Weltkarte veranschaulichen wir den Weg von Früchten vom Anbauland bis zu uns. Auch die Bedeutung als Nutzpflanzen wird altersgerecht erfahrbar gemacht: Die Kinder ordnen Früchte, Gewürze oder Fasern den jeweiligen Pflanzen zu, ertasten Baumwolle oder Kokosfasern und überlegen gemeinsam, wo ihnen diese Produkte im Alltag begegnen (SDG 2, SDG 3, SDG 8). Zum Abschluss wird gemeinsam überlegt, warum Regenwälder geschützt werden müssen.

Sekundarstufen I und II

Im Regenwald- und Sukkulentenhaus erkunden die Schüler*innen die vielfältigen Anpassungsstrategien der Pflanzen in den Tropen mit Hilfe von Beobachtungsaufgaben und setzen sich dabei aktiv mit dem Schutz unserer terrestrischen Ökosysteme auseinander (SDG 15).



Im Regenwaldhaus wachsen besonders viele tropische Nutzpflanzen. In Kleingruppen suchen die Schüler*innen ausgewählte Arten auf und erarbeiten anhand der Schautafeln deren besondere Merkmale, Nutzungsmöglichkeiten und globale Bedeutung. Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse im Plenum.

Auf dieser Grundlage werden Anbau, Produktion und weltweite Handelsstrukturen gemeinsam mithilfe von Bildmaterial analysiert.

Dabei setzen sich die Schüler*innen kritisch mit ökologischen und sozialen Herausforderungen auseinander, etwa mit Abholzung, Monokulturen, Pestizideinsatz, Bodenerosion, Landraub, Ausbeutung, den Folgen des Klimawandels oder der Macht großer Konzerne.



Abschließend überlegen und diskutieren wir individuelle, gesellschaftliche und politische Handlungsmöglichkeiten, die zu nachhaltigem Konsum, zum Schutz des Klimas, zu fairen und transparenten Strukturen sowie zur internationalen Zusammenarbeit beitragen können (SDG 12, SDG 13, SDG 16, SDG 17). Dabei wird erfahrbar, wie stark unser alltägliches Handeln vor Ort – zum Beispiel beim Einkaufen – mit globalen Herausforderungen wie Klimawandel und Armutsbekämpfung verknüpft ist.



SDGs

Sustainable Development Goals: Ziele für nachhaltige Entwicklung

2 - Kein Hunger
3 - Gesundheit und Wohlergehen
8 - Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftwachstum
12 - Nachhaltige/r Konsum und Produktion
13 - Maßnahmen zum Klimaschutz
15 - Leben an Land
16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Die Schule Natur ist Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung Zukunft Lernen NRW.

Die Schule Natur ist BNE-zertifizierte Einrichtung.

Die Schule Natur wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW.

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