© M. Gülpen


Gewässergütebestimmung

Übersicht

Zielgruppe: Sekundarstufe II
Dauer: 3 Stunden bzw. 4 Stunden
Jahreszeit: von April bis Oktober
Kursgebühren: 3-stündiger Kurs: 10,- € pro Teilnehmendem, mindestens 180,- € pro Gruppe/Klasse (bei weniger als 20 Teilnehmenden) 4-stündiger Kurs: 12,- € pro Teilnehmenden, mindestens 220,- € pro Klasse (bei weniger als 18 Teilnehmenden)

BNE-Gehalt: * - **

Inhalte

  • Gewässer als Lebensräume
  • Biodiversität & Indikatorarten
  • Stoffkreisläufe & Wasserqualität
  • Analyse & praktische Untersuchung
  • Schutz & nachhaltige Nutzung



Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. In Deutschland erscheint es selbstverständlich, jederzeit über sauberes Trinkwasser zu verfügen. Doch Bäche, Flüsse und Seen stehen zunehmend unter Druck: Nährstoffeinträge, Schadstoffe, Gewässerverbauungen sowie Folgen der Klimakrise mit Hitze, Dürre, Starkregen und Erosion verändern ihre ökologischen Bedingungen.

Intakte Gewässer bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, regulieren den Wasserhaushalt, speichern Kohlenstoff und verbessern die Lebensqualität in Städten. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie fordert daher für alle Gewässer einen „guten ökologischen und chemischen Zustand“. Sauberes Wasser sichert Trinkwasserressourcen (SDG 6) und trägt zu Gesundheit und Wohlbefinden bei (SDG 3).



Naturnahe Flüsse fördern die Biodiversität (SDG 15) und wirken durch Hochwasserrückhaltung und Kühlung der Klimakrise entgegen (SDG 13). In Städten steigern gesunde Flüsse vor allem die Lebensqualität und Erholungsmöglichkeiten – zentrale Aspekte von SDG 11.

Im Rahmen der Veranstaltung untersuchen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Gewässer im Grugapark. Sie entnehmen Wasserproben und analysieren diese mithilfe von Binokularen (Stereolupen). Dabei beobachten sie zum Beispiel Egel, Wasserasseln, Schnecken sowie Larven von Libellen, Eintags-, Köcher- oder Steinfliegen und bestimmen die Gewässergüteklasse.



So wird sichtbar, wie empfindlich aquatische Ökosysteme auf Veränderungen reagieren und wie sich ökologische Qualität wissenschaftlich erfassen lässt.

Durch die eigenen Beobachtungen erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie eng Wasserqualität mit Gesundheit und Wohlbefinden verknüpft ist. Sie erfahren, wie naturnahe Gewässer Biodiversität fördern, Hochwasserrückhalt leisten, als Wasserspeicher wirken und das Stadtklima verbessern (SDG 3, SDG 11, SDG 13 und SDG 15).



Zugleich wird deutlich, dass der Schutz dieser Lebensräume nur im Zusammenspiel zwischen Behörden, Umweltorganisationen sowie vor dem Hintergrund politischer Regelungen wie der EU-Wasserrahmenrichtlinie gelingt – ein praktisches Beispiel für SDG 17.

So verbinden Probenentnahme, Artenbeobachtung und kooperative Auswertung biologische Erkenntnisse mit gesellschaftlicher Verantwortung.



Die Schülerinnen und Schüler erleben Gewässer als dynamische Ökosysteme, entwickeln ein Bewusstsein für nachhaltigen Schutz von Wasserressourcen, Biodiversität und Klima und erkennen den direkten Zusammenhang zwischen lokalem Handeln und globalen Nachhaltigkeitszielen.



SDGs

Sustainable Development Goals: Ziele für nachhaltige Entwicklung

3 - Gesundheit und Wohlergehen
6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden
13 - Massnahmen zum Klimaschutz
15 - Leben an Land
17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Die Schule Natur ist Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung Zukunft Lernen NRW.

Die Schule Natur ist BNE-zertifizierte Einrichtung.

Die Schule Natur wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW.

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