Zucker - eine süße Versuchung
Übersicht
Zielgruppe: Sekundarstufe I (ab Klasse 7) + Sekundarstufe II
Dauer: 3 Stunden
Jahreszeit: ganzjährig möglich
Kursgebühren: 3-stündiger Kurs: 10,- € pro Teilnehmendem, mindestens 180,- € pro Klasse (bei weniger als 18 Teilnehmenden)
BNE-Gehalt: ***
Was bedeutet das?
Inhalte
- Zucker als Pflanze und Ursprung des Zuckers
- Zucker, Zuckeraustauschstoffe
- Faire Arbeitsbedingungen
- Bewusster Konsum von Zucker
Zucker gehört ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Er steckt nicht nur in offensichtlichen Süßigkeiten wie Schokolade oder Limonade, sondern auch dort, wo man ihn zunächst gar nicht vermutet – etwa in Pizza, Chips oder anderen Fertigprodukten. Doch wie lässt sich das eigentlich erkennen? Steht auf der Verpackung immer nur „Zucker“ oder verbirgt er sich hinter anderen Namen?
Ausgehend von diesen Fragen setzen sich die Schüler*innen mit der Herkunft und Geschichte der beiden wichtigsten Zuckerpflanzen – Zuckerrohr und Zuckerrübe – auseinander. Dabei geht es nicht nur um Anbau, Verarbeitung und Verwendung, sondern auch um ökologische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge.
So wird deutlich, dass der Anbau von Nutzpflanzen immer Auswirkungen auf Ökosysteme und Biodiversität hat (SDG 15). Gleichzeitig rücken die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen im Zuckerrohranbau sowie die Abhängigkeit vom globalen Zuckermarkt in den Blick. Fragen nach fairem Handel und gerechteren Produktionsbedingungen knüpfen dabei an die internationalen Nachhaltigkeitsziele an.
Je nach Interesse kann zwischen zwei inhaltlichen Schwerpunkten gewählt werden.
Zucker in Lebensmitteln – mehr als eine süße Versuchung?
Hier steht Zucker als Bestandteil unserer täglichen Ernährung im Mittelpunkt. Wir befassen uns mit dem eigenen Zuckerkonsum pro Tag und versuchen, daraus den durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch an Zucker in Deutschland abzuleiten. Spielerisch wird so erarbeitet, wie viel Zucker jede*r Einzelne tatsächlich konsumiert – häufig mehr, als vermutet. Damit wird ein Bezug zu SDG 2 hergestellt, das auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung einschließt.
Unterschiedliche Lebensmittel und Getränke werden nach ihrem Zuckergehalt sortiert und Zutatenlisten genau untersucht.
Als „Etikettengucker“ entschlüsseln die Schüler*innen Begriffe, hinter denen sich Zucker oder Zuckeraustauschstoffe verbergen. So wird deutlich, dass ein Großteil des Zuckers nicht nur in Süßigkeiten steckt, sondern oft als „versteckter Zucker“ in verarbeiteten Produkten enthalten ist. Gleichzeitig erkennen die Schüler*innen, wie Marketingstrategien auf unsere Wahrnehmung wirken und wie man bewusste Entscheidungen beim Einkauf treffen kann. In diesem Zusammenhang wird auch SDG 12 greifbar: Informierter Konsum fördert Gesundheit, nachhaltige Produktionsketten und gerechte Ernährung weltweit.
Gemeinsam wird diskutiert, warum es oft schwerfällt, den tatsächlichen Zuckergehalt zu erkennen, und welche Möglichkeiten es gibt, den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen.
Zuckerrübe und Zuckerrohr in der globalisierten Welt
Dieser Schwerpunkt richtet den Blick auf Zucker als Handelsprodukt im weltweiten Agrarmarkt. Zunächst wird geklärt, woher Zucker stammt, warum er für Lebewesen wichtig ist und in welchen Formen er vorkommt. Dabei werden ökologische Zusammenhänge sichtbar, insbesondere im Hinblick auf Anbauformen und deren Auswirkungen auf Natur und Umwelt (SDG 15).
Ein Mystery führt die Schüler*innen zu den Ursprungsregionen von Zuckerrohr und Zuckerrübe. Historische Bezüge zu Kolonialismus und Sklavenhandel machen deutlich, dass Zucker eng mit globalen Macht- und Handelsstrukturen verbunden ist.
Gleichzeitig wird deutlich, dass fairer Handel und bewusster Konsum heute einen Beitrag leisten können, um Ernährung, Arbeitsbedingungen und gerechte Handelspraktiken weltweit zu verbessern – ein indirekter Bezug zu SDG 2, der zeigt, dass gesunde und nachhaltige Ernährung global zusammenhängt.
So wird am Beispiel Zucker deutlich, wie eng Ernährung, Umwelt, globale Wirtschaft und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verknüpft sind – und wie sich diese Zusammenhänge im Alltag erfahrbar machen lassen.
SDGs
Sustainable Development Goals: Ziele für nachhaltige Entwicklung
2 - Kein Hunger
12 - Nachhaltige/r Konsum und Produktion
15 - Leben an Land
Anmeldung
Tel.: 0201 - 88 83 124
Fax: 0201 - 88 83 007
E-Mail: schule-natur@grugapark.essen.de
Download: Vorlage für Ihre Terminwunsch-Anfrage (PDF-Datei, ausfüllbar) ... (pdf, 924 kB)
Download: "Wissenswertes zur Buchung" ... (pdf, 614 kB)
Informationen zur Anreise und zum Treffpunkt ...
Kursinhalte
Je nach Altersstufe und Vorbildung der Gruppe können die Themen inhaltlich angepasst werden.
Eine Abstimmung mit aktuellen Lerninhalten des laufenden Unterrichtes ist möglich.
Die Schule Natur ist Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung Zukunft Lernen NRW.
Die Schule Natur ist BNE-zertifizierte Einrichtung.
Die Schule Natur wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW.