Regenwald im Supermarkt
Übersicht
Zielgruppe: Sekundarstufe I (Klasse 7-10)
Dauer: 3 Stunden
Jahreszeit: ganzjährig möglich
Kursgebühren: 3-stündiger Kurs: 10,- € pro Teilnehmendem, mindestens 180,- €
pro Gruppe / Klasse (bei weniger als 18 Teilnehmenden)
BNE-Gehalt: ***
Was bedeutet das?
Inhalte
- Nachhaltiger Konsum
- Naturräumliche Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern, Rohstoffgewinnung
- Faire Arbeitsbedingungen
- Globale Handelswege
- Nutzung und Gefährdung der Regenwälder
- Klimarelevanz
Zahlreiche Alltagsprodukte – von Schokolade und Sojaprodukten über Fleischwaren bis hin zu Kosmetik, Gewürzen, Papier oder Kleidung – stehen in direktem oder indirektem Zusammenhang mit den Tropen. Für ihren Anbau oder ihre Herstellung werden häufig großflächige Plantagen und Monokulturen geschaffen, wodurch wertvolle Regenwaldflächen verloren gehen. Auch technische Geräte wie Smartphones, Batterien oder Fernseher enthalten Rohstoffe wie Seltene Erden oder Kupfer. Ihr Abbau findet meist in großen Minen statt und geht oft mit der Zerstörung von Regenwald einher. Vielen Schülerinnen und Schülern ist jedoch kaum bewusst, wie eng ihr eigenes Konsumverhalten mit weit entfernten Ökosystemen verbunden ist.
Auf dem Weg zu den Pflanzenschauhäusern im Grugapark werfen wir zunächst einen Blick auf die Waldvegetation der gemäßigten Zone. So lassen sich Unterschiede zwischen unseren heimischen Wäldern und dem tropischen Regenwald gut herausarbeiten.
In den Pflanzenschauhäusern selbst wachsen zahlreiche tropische Nutzpflanzen. In Kleingruppen können die Schülerinnen und Schüler diese aus nächster Nähe beobachten und vor Ort herausfinden, wo bekannte Früchte und Gewürze ursprünglich herkommen. Dabei wird deutlich, welchen langen Weg die Produkte zurücklegen, bevor sie im Supermarktregal landen.
Weiterhin sortieren die Schülerinnen und Schüler Produktverpackungen nach ihrem Bezug zu den Tropen. Beim genauen Lesen der Zutatenlisten wird sichtbar, wie viele alltägliche Produkte tropische Bestandteile enthalten. So entwickeln die Teilnehmenden ein Bewusstsein dafür, wie unser Konsum mit globalen Handelsstrukturen verbunden ist und welche ökologischen sowie sozialen Probleme dies in den Herkunftsländern mit sich bringt (SDG 8). Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in Anbau, Weiterverarbeitung und Vermarktung verschiedener Pflanzen.
Ziel ist es, den Teilnehmenden aufzuzeigen, welchen Einfluss unser alltäglicher Konsum auf die Abholzung tropischer Regenwälder hat.
Zugleich werden konkrete Handlungsoptionen vermittelt, wie durch verantwortungsbewusste Kaufentscheidungen und nachhaltige Konsummuster der Erhalt dieser sensiblen Ökosysteme, der Schutz ihrer Biodiversität sowie die Stabilisierung des Klimas unterstützt werden können (SDG 13, SDG 15).
Abschließend diskutieren die Schülerinnen und Schüler, wie die Gesellschaft durch bewusstes Kauf- und Konsumverhalten sowie politische Beteiligung Veränderungen bewirken kann und welche Rolle die Marktmacht der Verbraucher dabei spielt.
Dabei wird auch deutlich, wie der Faire Handel dazu beiträgt, Produzent*innen in den Herkunftsländern faire Arbeitsbedingungen und gerechte Bezahlung zu ermöglichen. So wird erkennbar, wie nachhaltiger Konsum, faire Arbeitsbedingungen und internationale Zusammenarbeit miteinander verknüpft sind und wie jede und jeder Einzelne zu verantwortungsvollen Entscheidungen beitragen kann (SDG 12, SDG 16, SDG 17).
Anmeldung
Tel.: 0201 - 88 83 124
Fax: 0201 - 88 83 007
E-Mail: schule-natur@grugapark.essen.de
Download: Vorlage für Ihre Terminwunsch-Anfrage (PDF-Datei, ausfüllbar) ... (pdf, 924 kB)
Download: "Wissenswertes zur Buchung" ... (pdf, 614 kB)
Informationen zur Anreise und zum Treffpunkt ...
SDGs
Sustainable Development Goals: Ziele für nachhaltige Entwicklung
8 - Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachtum
12 - Nachhaltige/r Konsum und Produktion
13 - Maßnahmen zum Klimaschutz
15 - Leben an Land
16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Die Schule Natur ist Regionalzentrum im Landesnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung Zukunft Lernen NRW.
Die Schule Natur ist BNE-zertifizierte Einrichtung.
Die Schule Natur wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW.